Es schaukeln die Winde

Es schaukeln die Winde
Das Nest in der Linde
Da schließen sich schnell
Die Äugelein hell
Da schlafen vom Flügel
Der Mutter gedeckt
Die Vögelchen süß
Bis der Morgen sie weckt

Bei ihren Müttern da liegen
Die Lämmer und schmiegen
Ans Fell sich so dicht
Und ɾegen sich nicht
Sie atmen so leise
Und werden erst wach
Beim Zwitschern der Schwalben
Hoch oben am Dach

Nur einzig die Sterne
Am Himmel so ferne
Ob groß oder klein
Sie schlafen nicht ein
Sie schließen die stɾahlenden
Augen nicht zu
Sie legen sich nicht
Mit den Andern zur Ruh'

Wenn aber mit Lachen
Die Kinder erwachen
Das Lämmchen sich ɾeckt
Der Vogel sich stɾeckt
Dann müssen die Sterne
Ob groß oder klein
Sie müssen ins himmlische
Bettchen hinein

Denn der darf nicht singen
Am Morgen und springen
Der während der Nacht
Herum tollt und wacht
Drum schlaf nur, mein Liebling
Schlaf selig und fest
Wie's Lämmchen im Stall
Wie der Vogel im Nest
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